Lerntyp oder Lern-Trick? Wie dein Kind wirklich leichter durch die...weiterlesen
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Du sitzt neben deinem Kind am Küchentisch. Vor euch liegt das aufgeschlagene Mathe-Heft, aber die Gedanken deines Kindes scheinen überall zu sein, nur nicht bei den Aufgaben. Du erklärst, du zeigst, du versuchst es mit Geduld, aber das Lernen fühlt sich zäh an, wie Kaugummi. Nach all den anstrengenden Jahren fühlen sich Hausaufgaben oft wie ein zusätzlicher Kampf an, den du eigentlich gar nicht mehr führen möchtest. In solchen Momenten schleicht sich oft die Frage ein: „Ist mein Kind vielleicht ein bestimmter Lerntyp, den ich einfach nur richtig ‚bedienen‘ muss, damit es endlich leichter wird?“ Es ist die Suche nach einem Schlüssel, nicht nur, damit dein Kind besser lernt, sondern damit ihr als Familie wieder durchatmen könnt.
Die Idee der Lerntypen ist weit verbreitet und hat schon vielen Eltern geholfen, überhaupt darüber nachzudenken, dass Kinder auf unterschiedliche Weise lernen. Wahrscheinlich hast du von den drei bekanntesten Typen schon einmal gehört:
Der visuelle Typ (Sehen): Dieses Kind lernt am besten, wenn es etwas sieht. Es profitiert von Bildern, Grafiken und dem Lesen von Texten. Eine Vokabel auf einer bunten Karteikarte zu sehen, ist für diesen Typ ideal.
Der auditive Typ (Hören): Dieses Kind lernt am leichtesten durchs Zuhören. Erklärungen, lautes Vorlesen oder ein Vokabel-Rap prägen sich bei ihm besonders gut ein.
Der kinästhetische Typ (Bewegen/Fühlen): Dieses Kind muss Dinge selbst tun und anfassen. Es lernt durch Ausprobieren, Bewegung und Hantieren. Buchstaben mit dem eigenen Körper nachzustellen, ist genau sein Ding.
Kognitiv-intellektueller Lerntyp: Dieses Kind braucht den Austausch und analytisches Denken. Gruppenarbeiten, Diskussionen und strukturierte Lernpläne unterstützen das Lernen. Beispiel: Komplexe Themen werden durch gemeinsames Erörtern besser verstanden.
Diese Modelle sind eine wunderbare Einladung, das Lernen mit verschiedenen Sinnen zu betrachten und den Horizont zu erweitern.
So hilfreich die Idee ist, um verschiedene Lernkanäle anzusprechen – sie hat auch ihre Grenzen. Wenn wir unser Kind vorschnell in eine Schublade stecken, übersehen wir vielleicht seine wahre Vielfalt. Die Wahrheit ist: Kaum jemand lernt nur mit den Augen oder nur mit den Ohren. Ganz besonders Kinder lernen mit ihrem ganzen Wesen – sie sehen etwas, hören es und müssen es dann auch tun. Stell es dir vor wie Fahrradfahren lernen: Das klappt auch nicht, indem man nur ein Buch darüber liest.
Aktuelle Forschungsergebnisse aus der COPSY-Studie zeigen, dass ein starker Familienzusammenhalt ein entscheidender Schutzfaktor für die seelische Gesundheit unserer Kinder ist. Das Festhalten an einer starren „Lern-Schublade“ kann unnötige Reibung erzeugen. Ein flexiblerer Weg hingegen kann genau diesen Zusammenhalt stärken. Was ich in meiner Coaching-Praxis sehe – und was die Forschung und auch der offizielle Lehrplan bestätigen – ist ein viel nachhaltigerer Weg: Entscheidender als ein fester „Typ“ sind vielfältige Methoden, individuelle Förderung und das Erlernen von Lernstrategien. Die wichtigste Fähigkeit ist das „Lernen zu lernen“. Und die ist, wie ein Muskel, trainierbar.
Hier kommt die gute Nachricht: Es geht nicht darum, den einen Lerntyp zu finden. Es geht darum, gemeinsam einen bunten Werkzeugkasten zusammenzustellen – einen ganz persönlichen Lernmix, der den Hausaufgaben-Kampf in einen Moment der Verbindung verwandeln kann. Hier sind vier Kernideen, die euch dabei helfen.
Der beste Weg, dein Kind zu unterstützen, ist, es genau zu beobachten – mit einem liebevollen und neugierigen Blick. Anstatt nach einem Label zu suchen, stelle dir lieber diese Fragen: • Leichtigkeit: Bei welchen Aufgaben vergisst dein Kind die Zeit? Wann ist es so richtig im Flow? • Motivation: Was möchte es von sich aus immer wieder tun, ohne dass du es daran erinnern musst? • Lerntempo: Welche Themen saugt es auf wie ein Schwamm, einfach weil sie es faszinieren? Die Antworten zeigen dir die natürlichen Stärken deines Kindes – die beste Grundlage für freudvolles Lernen.
Was Bildungsexperten und der offizielle Lehrplan „Lernstrategien“ nennen, ist im Grunde nichts anderes als ein Werkzeugkasten zur Selbstermächtigung. Der Lehrplan betont, dass der sichere Umgang mit solchen Strategien entscheidend für selbstständiges Lernen ist, denn Experten wissen: Genau das gibt Kindern die Unabhängigkeit und das Selbstvertrauen, das sie für alles zukünftige Lernen brauchen. Es geht darum, deinem Kind Werkzeuge an die Hand zu geben, damit es selbst herausfinden kann, wie es am besten lernt – ein Kerngedanke in jedem Resilienz-Coaching.
Die COPSY-Studie hat uns eindrücklich gezeigt, was Kinder in der extremen Stresssituation der Pandemie am meisten geschützt hat: Ein guter familiärer Zusammenhalt war eines der wirksamsten Schutzschilde für ihr seelisches Wohlbefinden. Für den Lernalltag bedeutet das: Eine positive, druckfreie und unterstützende Atmosphäre ist wichtiger als jede perfekte Lernmethode. Wenn dein Kind weiß, dass deine Liebe nicht von seinen Noten abhängt, hat es die beste Basis, um mutig zu lernen.
Niemand lernt ohne Fehler. Im Lehrplan steht, dass Kinder erfahren sollen, dass „Anstrengung sich lohnt“ und dass die Erfahrung, Leistungen erbringen zu können, das Selbstbewusstsein stärkt. Ich weiß, wie schwer es ist, dem eigenen Kind beim Straucheln zuzusehen. Unser erster Impuls ist oft, Fehler verhindern zu wollen. Aber genau in diesen Momenten passiert die eigentliche Lern-Magie. Feiert die kleinen Erfolge und seht Fehler als das, was sie sind: Sprungbretter auf dem Weg zum Ziel.
Jedes Kind lernt anders – und genau da setzt der Kurs an. Du lernst, wie du KI sinnvoll nutzt, um Lerninhalte leichter, klarer und motivierender aufzubereiten – passend zu den Stärken deines Kindes (statt starrer Schubladen).
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Verena Müller ist Kinder- & Jugendcoach sowie Resilienz- & Selbstbehauptungs-trainerin. Sie begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene praxisnah, stärken-orientiert - mit Herz, Humor und klarer Haltung.
Verena Müller ist Kinder- & Jugendcoach sowie Resilienz- & Selbstbehauptungs-trainerin. Sie begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene praxisnah, stärken-orientiert - mit Herz, Humor und klarer Haltung.
Dominik Müller ist Unternehmer, Strategieberater und Coach bei Drachenstark Coaching. Er arbeitet hands-on an mentaler Stärke, Selbstvertrauen und Klarheit – direkt, praxisnah und umsetzbar.
Dominik Müller ist Unternehmer, Strategieberater und Coach bei Drachenstark Coaching. Er arbeitet hands-on an mentaler Stärke, Selbstvertrauen und Klarheit – direkt, praxisnah und umsetzbar.
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