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Selbstführung & Zeitmanagement

Time Management Workshop

Mehr als nur Hausaufgaben: Wie Kinder durch Selbstführung ihren eigenen Rhythmus finden

Hausaufgaben, Klavierunterricht, Fußballtraining – und zwischendrin die ständige Frage: „Bist du endlich fertig?“ Dieser alltägliche Druck, der oft mit gut gemeinten Rufen wie „Beeil dich mal!“ einhergeht, erzeugt bei Eltern und Kindern gleichermaßen Stress. Doch was, wenn das Problem nicht die Zeit ist, sondern die Art, wie wir sie betrachten? In diesem Artikel geht es nicht um die nächste Effizienz-App oder einen noch strafferen Zeitplan. Es geht darum, den Begriff „Zeitmanagement“ durch einen viel kraftvolleren zu ersetzen: „Selbstführung“.
Die Kernthese lautet: Ständiger Druck von außen, ob durch Termine oder elterliche Erwartungen, ist eine Form von seelischer Gewalt. Die psychologische Forschung versteht darunter Haltungen, die ein Kind überfordern – etwa durch unangemessene Leistungsanforderungen – und es in seiner Entwicklung zu einer „autonomen und lebensbejahenden Persönlichkeit“ behindern. Wahre Stärke wächst nicht aus Fremdbestimmung, sondern aus der Fähigkeit, den eigenen Rhythmus zu finden und den Alltag selbstbestimmt zu gestalten.
Selbstführung ist ein Lernprozess, der uns das ganze Leben begleitet.

Die Kunst, das eigene Schiff zu steuern

Der Wecker klingelt. Ein chaotischer Morgen bricht an: Die Milch kocht über, die Turnschuhe sind unauffindbar und die Zeit rast unaufhaltsam auf den Schulbeginn zu. Wer kennt es nicht, dieses Gefühl, von den unzähligen kleinen und großen Aufgaben des Alltags überrollt zu werden? Wie behält man in diesem täglichen Trubel die Kontrolle, wie steuert man das eigene Schiff sicher durch die Stürme des Lebens, anstatt sich von den Wellen treiben zu lassen?


Dieses moderne Gefühl der Überforderung ist keine neue Erfindung. Schon der römische Kaiser Marc Aurel wappnete sich für den Tag mit dem Gedanken: „Heute werde ich mit einem unbedachtsamen, undankbaren, unverschämten, betrügerischen, neidischen, ungeselligen Menschen zusammentreffen.“ Seine Erkenntnis: Die Welt lässt sich nicht kontrollieren, aber die eigene Reaktion darauf schon.
 
Genau das ist der Kern von Selbstführung: die Fähigkeit, die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen bewusst zu steuern, um gesetzte Ziele zu erreichen. Zeitmanagement ist dabei das praktische Werkzeug, das uns hilft, diese Fähigkeit im Alltag umzusetzen. Dieser Beitrag ist ein Kompass, der die Entwicklung dieser entscheidenden Kompetenzen durch die verschiedenen Lebensphasen beleuchtet – von den ersten Schritten im Kindesalter über die Herausforderungen der Jugend bis hin zur verantwortungsvollen Rolle von Eltern und Pädagogen.

Das Fundament legen: Selbstkompetenz im Kindesalter

Die Reise zur Selbstführung beginnt nicht erst in der Schule oder im Beruf, sondern bereits im Kindergartenalter. Hier wird das Fundament gelegt, das man in der Pädagogik als „Selbstkompetenz“ bezeichnet. Kinder lernen in dieser Phase durch spielerische Routinen, klare Strukturen und das erste bewusste Erkennen eigener Gefühle die grundlegenden Bausteine der Selbstregulation.
 
Selbstkompetenz ist dabei mehr als nur eine nette Eigenschaft; sie ist eine Basiskompetenz, die alle weiteren Fähigkeiten – wie Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz – stützt und erst ermöglicht. Man kann sich diese Entwicklung wie den Bau eines Hauses vorstellen, das „Haus der Selbstkompetenz“. Für Eltern und Erzieher sind dabei drei Elemente im Alltag besonders greifbar:
 
Urvertrauen: Dies ist das Fundament des Hauses. Eine sichere und liebevolle Bindung gibt Kindern die nötige Sicherheit, um neugierig und mutig die Welt zu erkunden.
 Selbstwahrnehmung & Selbstausdruck: Kindern dabei zu helfen, ihre Gefühle zu erkennen und in Worte zu fassen, ist ein entscheidender Schritt. Ein einfaches „Ich bin wütend, weil du mir mein Spielzeug weggenommen hast“ ist ein riesiger Entwicklungssprung. Hier lernen sie, ihre innere Welt zu verstehen und mitzuteilen.
 
Selbstberuhigung: Kinder müssen Strategien entwickeln, um mit starken Gefühlen umzugehen. Das kann das Kuscheln mit dem Lieblingsteddy oder eine kurze Auszeit sein. Denken Sie an den kleinen Trotzanfall im Supermarkt – die Fähigkeit, sich mit dem geliebten Stofftier wieder zu fangen, ist der erste Schritt zu einer Superkraft, die wir als Erwachsene Resilienz nennen.
 
In dieser frühen Phase geht es weniger um Leistung als vielmehr darum, eine liebevolle, wertschätzende und sichere Umgebung zu schaffen. Ein Umfeld, in dem Kinder sich ausprobieren, Fehler machen und daran wachsen dürfen, ist der beste Nährboden für eine starke Persönlichkeit.

Der Werkzeugkasten füllt sich: Selbstorganisation für Jugendliche und Studierende

Mit dem Eintritt in die Schule, die Ausbildung oder das Studium ändern sich die Spielregeln. Der Leistungsdruck steigt, die Verantwortung für das eigene Lernen wächst, und eine Flut von Ablenkungen durch digitale Medien macht es schwerer denn je, den Fokus zu behalten. Jetzt ist es an der Zeit, den Werkzeugkasten der Selbstorganisation gezielt zu füllen. Wenn du noch tiefer einsteigen willst, lies gern auch unseren Blogbeitrag zum Thema „Lerntypen“ – dort erfährst du mehr über unterschiedliche Lernmethoden und wie du herausfindest, was für dich am besten funktioniert.

Das haben unsere Teilnehmer gesagt:

Oliver Diaz profile picture
Oliver Diaz
20:44 27 Nov 25
Das Coaching war sowohl für die Schüler als auch für uns Eltern äußerst wertvoll. Bereits die Einheiten mit den Kindern haben gezeigt, wie wichtig und wirksam eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den Themen Gewaltprävention, respektvolle Kommunikation und Umgang mit Konflikten ist. Auch das anschließende Coaching mit den Eltern war sehr hilfreich. Verena oder wie viele Kinder auch sagen würden - die böse Nadine - macht das super.
Fabienne Arnold profile picture
Fabienne Arnold
18:33 27 Nov 25
Tolle Person, authentisch. Eigentlich war es ein Elternabend, aber ich habe als Erwachsene auch viel gelernt. Vielen Dank!
Johanna Schmitt profile picture
Johanna Schmitt
10:44 26 Nov 25
Verena begeistert unser Team durch ihre offene und authentische Art. Ihre Fortbildungen sind fachlich fundiert, praxisnah und vermitteln wertvolles Wissen, das wir direkt umsetzen können. Durch ihre ehrliche und sympathische Ausstrahlung schafft sie stets eine angenehme und motivierende Lernatmosphäre. Wir nehmen ihre Fortbildungen immer wieder gerne wahr und profitieren nachhaltig davon.
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Kristina
20:39 18 Nov 25
Ich habe bei Verena einen Kurs zur Impulskontrolle gemacht und bin vollkommen begeistert und zufrieden. Verena arbeitet unglaublich authentisch, einfühlsam und klar, sodass man sich vom ersten Moment an gut aufgehoben fühlt. Sie erklärt Zusammenhänge verständlich, hat ein feines Gespür für Menschen und schafft es, schwierige Themen leicht und alltagstauglich zu machen.

Gerade in meiner Arbeit in der Kernzeit zeigen sich Verenas Impulse als unglaublich wertvoll – und auch privat bereichern sie meinen Alltag sehr.

Vielen Dank dafür ♥️
Clara Keller profile picture
Clara Keller
12:06 13 Nov 25
Verena und das Projekt Drachenstark sind mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Grundschule. Mit ihrer authentischen Art auf Augenhöhe der Kinder und dem Konzept von Drachenstark gelingt es ihr, alle Kinder zu erreichen, aus ihrer Komfortzone herauszulocken und über sich hinauszuwachsen. Die Kinder lernen anhand unterschiedlicher Übungen Selbstreflexion, eine selbstbewusste Körperhaltung sowie Gelassenheit und eigenständig umsetzbare Lösungsstrategien für alltägliche Konfliktsituationen. Darüber hinaus hat Verena auch für uns Lehrkräfte immer ein offenes Ohr für Herausforderungen mit einzelnen Kindern und gezielte, effektive Lösungsansätze, die sie uns mit an die Hand gibt. Danke für dein Engagement an unserer Schule, für die Kinder und uns!
Regina Rademacher profile picture
Regina Rademacher
16:06 24 Oct 25
Im Rahmen einer Fortbildung für Realschullehrkräfte durften wir Verena Müller als Referentin bez. Mobbing und Cybermobbing erleben. Sie hat unserer Gruppe dadurch einen sehr guten und praxisnahen Umgang in diesen Situationen vermittelt. Vielen Dank dafür! Es war eine wirklich bereichernde Veranstaltung.

Methoden, die wirklich helfen - Selbstmanangement im Alltag.

Medienkompetenz-Workshop für Schüler:innen
Mit der Zeit wird der Berg an Aufgaben oft so groß, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll. Hier helfen bewährte Zeitmanagement-Methoden. Man sollte sie nicht als starres System verstehen, sondern als eine Art „Schweizer Taschenmesser“ für den Kopf. Das Ziel ist nicht, alle Methoden zu meistern, sondern für jede Herausforderung das passende Werkzeug zu finden: Die Pomodoro-Technik für den langen Lern-Marathon, die „Küss den Frosch“-Methode für den Kampf gegen die Aufschieberitis.
Die ALPEN-Methode
Dieses Akronym steht für Aufgaben notieren, Länge einschätzen, Pufferzeit einplanen, Entscheidungen treffen und Nachkontrolle. Diese Methode ist ideal, um einen Tages- oder Wochenplan zu strukturieren. Beispiel: Ein Schüler listet alle Hausaufgaben und Lernziele für den Tag auf, schätzt die Dauer, plant rund 40 % Pufferzeit für Unerwartetes ein, priorisiert die wichtigsten Aufgaben und überprüft am Abend, was er geschafft hat.
Das Eisenhower-Prinzip
Diese Methode hilft, Prioritäten zu setzen, indem Aufgaben in vier Kategorien eingeteilt werden: 1. Wichtig & dringend (sofort erledigen), 2. Wichtig & nicht dringend (terminieren und planen), 3. Dringend & nicht wichtig (delegieren), 4. Nicht wichtig & nicht dringend (eliminieren). Beispiel: Die Vorbereitung auf die Mathe-Prüfung morgen ist wichtig und dringend. Die Recherche für die Facharbeit in zwei Monaten ist wichtig, aber nicht dringend und kann fest eingeplant werden.
„Küss den Frosch“
Zwei brillante Strategien zur Motivation. Die Salami-Taktik hilft bei riesigen Aufgaben (wie einer Abschlussarbeit), indem man sie in viele kleine, überschaubare „Scheiben“ zerlegt. Jeder kleine Erfolg motiviert für den nächsten Schritt. Die „Küss den Frosch“-Methode rät dazu, die unangenehmste Aufgabe des Tages („den Frosch“) als Allererstes zu erledigen. Danach fühlt man sich erleichtert und hat ein starkes Erfolgserlebnis, das für den Rest des Tages beflügelt.
Die Pomodoro-Technik
Die Pomodoro-Technik Ideal gegen Konzentrationsschwäche bei langen Lernphasen. Der Rhythmus ist einfach: 25 Minuten hochkonzentriert arbeiten, dann 5 Minuten Pause machen. Nach vier solchen Einheiten folgt eine längere Pause von 20-30 Minuten. Das strukturierte Arbeiten in kurzen Intervallen hält die Motivation hoch und schont die mentalen Ressourcen. Nutze eine Stoppuhr oder den Pomodoro Timer in den Fokuseinstellung von Microsoft Windows 11.

An der Seitenlinie: Die Perspektive der Eltern

Manchmal sollten Eltern nur Beobachter sein.

Hier sind vier konkrete Tipps, wie Eltern diese Rolle ausfüllen können:

  1. Fragen statt Antworten geben: Wenn ein Kind eine Frage zum Lernstoff hat, ist die beste Antwort oft eine Gegenfrage: „Das ist eine gute Frage. Wo könntest du die Antwort finden? Schauen wir mal im Buch oder im Heft nach.“ Das leitet das Kind an, selbst Lösungswege zu entwickeln.
  2. Gemeinsam planen, alleine machen lassen: Gerade am Anfang kann es sehr hilfreich sein, gemeinsam einen Lernplan für die nächste Prüfung zu erstellen. Die Verantwortung für die tatsächliche Umsetzung sollte aber klar beim Kind liegen.
  3. Fortschritte loben, nicht nur Defizite tadeln: Statt zu sagen „Schon wieder nicht gelernt?“, ist es viel wirksamer, konkrete Fortschritte zu benennen: „Ich finde es toll, wie du heute von dir aus mit den Vokabeln angefangen hast.“ Positives Feedback bestärkt erwünschtes Verhalten.
  4. Geduld haben und Vertrauen schenken: Echte Selbstständigkeit beim Lernen ist ein langer Prozess. Es ist völlig normal, dass diese Fähigkeit oft erst in der 8. oder 9. Klasse voll ausgeprägt ist. Geduld und das Vertrauen in die Fähigkeiten des Kindes sind hier die wichtigsten Begleiter.

Workshops & Kursangebote

Leuchttürme und Vorbilder: Der Beitrag von Pädagogen

Pädagogenworkshop Selbstführung und Zeitmanangement

Lehrkräfte und Erzieher sind die Leuchttürme auf dieser Reise. Sie stehen in einer anspruchsvollen Doppelrolle: Einerseits müssen sie ihre eigene Selbstführung meistern, um den hohen Belastungen des Berufsalltags – von großen Klassen über Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu Kommunikationskonflikten – standzuhalten. Andererseits sind sie die zentralen Vorbilder und Vermittler von Selbstkompetenz für die nächste Generation. Pädagogen schaffen Handlungskompetenz, indem sie den Kindern und Jugendlichen explizit Lern- und Zeitmanagement-Methoden an die Hand geben, wie sie etwa im „Methodenpool“ für Schulen zusammengefasst sind. Sie öffnen den Werkzeugkasten und zeigen, wie die Werkzeuge funktionieren.

Noch wichtiger als die Vermittlung von Techniken ist jedoch die Haltung. Diese ressourcenorientierte Sichtweise, die den Fokus auf das legt, was bereits gelingt, ist die professionelle Haltung, die im Klassenzimmer zu einer gelebten „Kultur der Anerkennung“ wird. In einem solchen Klima des Vertrauens trauen sich Schülerinnen und Schüler, Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen, sie wagen es, Fehler zu machen, und lernen, aus ihnen zu wachsen. 

Unser Angebot: Gemeinsam drachenstark werden

Manchmal ist es auf dieser Reise hilfreich, einen erfahrenen Begleiter an seiner Seite zu haben. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie oder Ihre Kinder auf diesem Weg Unterstützung gebrauchen könnten, sind die Workshops von Drachenstark Coaching vielleicht genau das Richtige.

Wir bieten praxisnahe und altersgerechte Workshops für Kinder und Jugendliche, um ihr Selbstbewusstsein, ihre Resilienz und ihre sozialen Fähigkeiten zu fördern. Gleichzeitig stärken wir Eltern durch Vorträge und Coachings in ihrer wichtigen Rolle als Begleiter. Und für Pädagogen haben wir spezielle Fortbildungen entwickelt, die ihnen praxisnahe Methoden an die Hand geben und ihre Handlungskompetenz im Berufsalltag festigen. Unser ganzheitliches Konzept bezieht alle mit ein, die an der Entwicklung junger Menschen beteiligt sind – denn echte Stärke entsteht im Miteinander. Lassen Sie uns gemeinsam den Weg zu einem selbstbestimmten Leben gestalten.

Bild von Verena Müller
Verena Müller

Verena Müller ist Kinder- & Jugendcoach sowie Resilienz- & Selbstbehauptungs-trainerin. Sie begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene praxisnah, stärken-orientiert - mit Herz, Humor und klarer Haltung.

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Verena Müller

Verena Müller ist Kinder- & Jugendcoach sowie Resilienz- & Selbstbehauptungs-trainerin. Sie begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene praxisnah, stärken-orientiert - mit Herz, Humor und klarer Haltung.

Bild von Dominik Müller
Dominik Müller

Dominik Müller ist Unternehmer, Strategieberater und Coach bei Drachenstark Coaching. Er arbeitet hands-on an mentaler Stärke, Selbstvertrauen und Klarheit – direkt, praxisnah und umsetzbar.

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Dominik Müller

Dominik Müller ist Unternehmer, Strategieberater und Coach bei Drachenstark Coaching. Er arbeitet hands-on an mentaler Stärke, Selbstvertrauen und Klarheit – direkt, praxisnah und umsetzbar.

Gemeinsam Drachenstark Workshops für Resilienz und mehr Selbstbewusstsein

Noch Fragen? Wir sind für dich da!

Mut beginnt oft mit dem ersten Schritt. Vereinbare ein kostenloses Beratungsgespräch mit uns und lass uns gemeinsam herausfinden, wie wir dich, dein Kind & deine Familie stärken können. Wir sind gespannt auf deine Geschichte!