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Lerntyp oder Lern-Trick? Wie dein Kind wirklich leichter durch die Grundschule kommt

Welche Lerntypen gibt es und wie lernen Kinder wirklich? In dieser Podcast-Folge zeigen wir, wie Lernen gelingt – stärkenorientiert & kindgerecht.

Welche Lerntypen gibt es und wie lernen Kinder wirklich? In dieser Podcast-Folge zeigen wir, wie Lernen gelingt – stärkenorientiert & kindgerecht.

Du sitzt neben deinem Kind am Küchentisch. Vor euch liegt das aufgeschlagene Mathe-Heft, aber die Gedanken deines Kindes scheinen überall zu sein, nur nicht bei den Aufgaben. Du erklärst, du zeigst, du versuchst es mit Geduld, aber das Lernen fühlt sich zäh an, wie Kaugummi. Nach all den anstrengenden Jahren fühlen sich Hausaufgaben oft wie ein zusätzlicher Kampf an, den du eigentlich gar nicht mehr führen möchtest. In solchen Momenten schleicht sich oft die Frage ein: „Ist mein Kind vielleicht ein bestimmter Lerntyp, den ich einfach nur richtig ‚bedienen‘ muss, damit es endlich leichter wird?“ Es ist die Suche nach einem Schlüssel, nicht nur, damit dein Kind besser lernt, sondern damit ihr als Familie wieder durchatmen könnt.

Was sind Lerntypen eigentlich?

Die Idee der Lerntypen ist weit verbreitet und hat schon vielen Eltern geholfen, überhaupt darüber nachzudenken, dass Kinder auf unterschiedliche Weise lernen. Wahrscheinlich hast du von den drei bekanntesten Typen schon einmal gehört:

Welche Lerntypen gibt es?

Der visuelle Typ (Sehen): Dieses Kind lernt am besten, wenn es etwas sieht. Es profitiert von Bildern, Grafiken und dem Lesen von Texten. Eine Vokabel auf einer bunten Karteikarte zu sehen, ist für diesen Typ ideal.

Der auditive Typ (Hören): Dieses Kind lernt am leichtesten durchs Zuhören. Erklärungen, lautes Vorlesen oder ein Vokabel-Rap prägen sich bei ihm besonders gut ein.

Der kinästhetische Typ (Bewegen/Fühlen): Dieses Kind muss Dinge selbst tun und anfassen. Es lernt durch Ausprobieren, Bewegung und Hantieren. Buchstaben mit dem eigenen Körper nachzustellen, ist genau sein Ding.

Kognitiv-intellektueller Lerntyp: Dieses Kind braucht den Austausch und analytisches Denken. Gruppenarbeiten, Diskussionen und strukturierte Lernpläne unterstützen das Lernen. Beispiel: Komplexe Themen werden durch gemeinsames Erörtern besser verstanden.

Diese Modelle sind eine wunderbare Einladung, das Lernen mit verschiedenen Sinnen zu betrachten und den Horizont zu erweitern.

Warum die Lerntypen-Idee manchmal in die Irre führt

So hilfreich die Idee ist, um verschiedene Lernkanäle anzusprechen – sie hat auch ihre Grenzen. Wenn wir unser Kind vorschnell in eine Schublade stecken, übersehen wir vielleicht seine wahre Vielfalt. Die Wahrheit ist: Kaum jemand lernt nur mit den Augen oder nur mit den Ohren. Ganz besonders Kinder lernen mit ihrem ganzen Wesen – sie sehen etwas, hören es und müssen es dann auch tun. Stell es dir vor wie Fahrradfahren lernen: Das klappt auch nicht, indem man nur ein Buch darüber liest.

Aktuelle Forschungsergebnisse aus der COPSY-Studie zeigen, dass ein starker Familienzusammenhalt ein entscheidender Schutzfaktor für die seelische Gesundheit unserer Kinder ist. Das Festhalten an einer starren „Lern-Schublade“ kann unnötige Reibung erzeugen. Ein flexiblerer Weg hingegen kann genau diesen Zusammenhalt stärken. Was ich in meiner Coaching-Praxis sehe – und was die Forschung und auch der offizielle Lehrplan bestätigen – ist ein viel nachhaltigerer Weg: Entscheidender als ein fester „Typ“ sind vielfältige Methoden, individuelle Förderung und das Erlernen von Lernstrategien. Die wichtigste Fähigkeit ist das „Lernen zu lernen“. Und die ist, wie ein Muskel, trainierbar.

Was wirklich hilft: So findet ihr euren persönlichen Lernmix

Stress, Ärger & Mobbing in der Grunschule. Drachenstark Coaching bietet ein passendes Präventionsprojekt

Hier kommt die gute Nachricht: Es geht nicht darum, den einen Lerntyp zu finden. Es geht darum, gemeinsam einen bunten Werkzeugkasten zusammenzustellen – einen ganz persönlichen Lernmix, der den Hausaufgaben-Kampf in einen Moment der Verbindung verwandeln kann. Hier sind vier Kernideen, die euch dabei helfen.

Praxis-Teil: 8 drachenstarke Ideen für euren Lernalltag

1. Vokabeln mit allen Sinnen: Statt Vokabeln nur zu lesen, könnt ihr sie malen, dazu ein Lied erfinden, sie aus Knete formen oder beim Aufsagen durchs Zimmer hüpfen. So werden mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen.
2. Mathe zum Anfassen: Macht Rechenaufgaben greifbar! Löst sie mit Legosteinen, zählt mit Nudeln oder teilt eine Handvoll Gummibärchen auf. So wird aus abstrakter Mathematik eine konkrete Handlung.
3. Die „Was-wäre-wenn“-Frage: Wechsle die Perspektive. Statt zu denken: „Mein Kind ist so unkonzentriert“, frage dich: „Was braucht mein Kind gerade, um sich besser konzentrieren zu können? Vielleicht eine kurze Bewegungspause?“ Statt: „Mein Kind ist einfach schreibfaul“, frage: „Was macht das Schreiben gerade so schwer für mein Kind? Vielleicht ist die Hand müde oder es hat Angst vor Rechtschreibfehlern?“
4. Der 5-Minuten-Erfolgs-Check: Fragt am Ende der Hausaufgaben nicht: „Was war heute schwer?“, sondern: „Was hast du heute geschafft? Worauf bist du stolz?“. Das stärkt das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und richtet den Fokus auf das Positive.
5. Gemeinsam stark: Lernen als Familienzeit: Macht das Lernen zu einer gemeinsamen Sache. Erfindet zusammen eine lustige Rechengeschichte, macht eine Vokabel-Challenge am Abendbrottisch oder lest euch gegenseitig aus dem Sachkunde-Buch vor. Gemeinsame Zeit ist eine unschätzbare Ressource.
6. Kraft-Sätze statt Glaubens-Fallen: Wenn dein Kind sagt „Ich kann das nicht“, antwortet mit einem Kraft-Satz: „Du kannst das noch nicht. Komm, wir probieren den ersten Schritt zusammen.“ Wenn es sagt „Ich bin schlecht in Mathe“, versucht es mit: „Mathe ist wie ein Puzzle mit vielen Teilen. Lass uns ein Teil finden, das wir zuerst lösen können.“
7. Bewegungspausen einplanen: Bewegung fördert laut Lehrplan die kognitive und emotionale Entwicklung. Plant zwischen den Aufgaben feste „Zappel-Pausen“ ein: einmal ums Haus rennen, Hampelmänner machen oder zur Lieblingsmusik tanzen.
8. Den Lernort gestalten: Lasst euer Kind mitentscheiden, wo und wie es am besten lernt. Vielleicht lieber auf dem Boden liegend als am Schreibtisch? Mit leiser Musik im Hintergrund? Indem ihr eurem Kind hier Autonomie gebt, fördert ihr seine Selbstständigkeit.

Abschluss: Euer Weg ist der richtige

Finde heraus, welcher Lerntyp dein Kind ist.
Verabschiede dich von dem Druck, den einen, perfekten Weg für dein Kind finden zu müssen. Es geht nicht um Lerntypen, sondern um einen liebevollen Blick auf dein einzigartiges Kind, um gemeinsam einen bunten Mix an Wegen zu entdecken. Gerade wir Eltern fühlen uns oft erschöpft – laut COPSY-Studie fühlen sich 80 % auch lange nach der Pandemie noch belastet. Dieser Ansatz soll dir nichts zusätzlich aufbürden. Im Gegenteil: Es geht darum, frustrierende Methoden gegen solche einzutauschen, die nicht nur Wissen, sondern auch eure Beziehung stärken. Weniger Kampf, mehr Verbindung – das ist die beste Lernförderung, die du deinem Kind schenken kannst.

Wenn ihr euch auf diesem Weg persönliche Unterstützung wünscht, um den Lernalltag für euch und euer Kind entspannter zu gestalten, sind wir bei Drachenstark Coaching gerne für euch da.

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Verena Müller

Verena Müller ist Kinder- & Jugendcoach sowie Resilienz- & Selbstbehauptungs-trainerin. Sie begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene praxisnah, stärken-orientiert - mit Herz, Humor und klarer Haltung.

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Verena Müller

Verena Müller ist Kinder- & Jugendcoach sowie Resilienz- & Selbstbehauptungs-trainerin. Sie begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene praxisnah, stärken-orientiert - mit Herz, Humor und klarer Haltung.

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Dominik Müller

Dominik Müller ist Unternehmer, Strategieberater und Coach bei Drachenstark Coaching. Er arbeitet hands-on an mentaler Stärke, Selbstvertrauen und Klarheit – direkt, praxisnah und umsetzbar.

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Dominik Müller

Dominik Müller ist Unternehmer, Strategieberater und Coach bei Drachenstark Coaching. Er arbeitet hands-on an mentaler Stärke, Selbstvertrauen und Klarheit – direkt, praxisnah und umsetzbar.

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